SEEWALD Allergien & Ernährung

Allergien sind im Vormarsch: 8 % der Weltbevölkerung leiden an echten Nahrungsmittelallergien. Die Zunahme der jährlichen Neuerkrankungen liegt bei 10 % – Tendenz steigend. Das Auftreten einer Allergie kann genetischen Ursprungs sein, aber auch ein ungesunder Lifestyle kann ein Auslöser dafür werden.

Generell führt die immer stärker werdende Belastung unseres Körpers mit Fremdstoffen aus Lebensmitteln, aber auch aus Kleidung, Kosmetika, Putz- und Waschmittel etc. zu Fremdreaktionen mit entzündlichen Prozessen.

Was sind Allergieauslöser?

Nimmt unser Immunsystem nun bestimmte Stoffe als fremd war, reagiert es über, und es werden Antikörper gebildet. Symptome können Hautrötungen, Schwellungen, Juckreiz, tränende Augen, eine laufende Nase oder sogar Asthmaanfälle sein. Bekannt sind ca.  120 allergieauslösende Lebensmittelbestandteile, die durch eine Mischkost aufgenommen werden. Die häufigsten Auslöser von Nahrungsmittelallergien müssen laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung in der Zutatenliste deklariert werden.

Als Ursache einer Nahrungsmittelallergie gilt bei Kindern die frühe Allergenexposition im Säuglingsalter sowie eine kurze Stilldauer. Auch der Konsum exotischer Nahrungsmittel, wie Nüsse oder Früchte, oder stark verarbeitete Lebensmittel wie Convenience Food oder Tiefkühlprodukte gelten als Allergieauslöser.

Kinder reagieren sehr häufig auf Kuhmilch, Eier, Soja, aber auch Nüsse, Fisch und Getreide können kritisch sein. Bei Erwachsenen kennt man allergische Reaktionen vor allem bei Getreide, Fisch, Milch, Eier, Obst, Gemüse und Gewürze.

Viele Lebensmittel verlieren durch Kochen ihr antigenes Potenzial und werden besser vertragen; dies gilt für Stein- und Kernobst, Nüsse, Gemüse, wie Karotten oder Sellerie, und manchmal auch für Getreide.

Was tun wenn das Immunsystem überschießt?

Oberstes Gebot ist, das Immunsystem zu stärken, die diagnostizierten allergenen Stoffe jedoch zu meiden. Zu den Immunhelden gehören die bekannten Mikronährstoffe Vitamin C, Vitamin D, die B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Selen, Zink etc. MSM, eine organische Schwefelverbindung, verbessert allergische Symptome, indem es entzündungsfördernde Botenstoffe hemmt.

Zudem findet man in der Natur einige Pflanzen, die – neben medizinischen Maßnahmen – bei Allergien unterstützen. Curcuma, eine Pflanze aus Indien, soll antiallergisch wirken und unterstützt auch unser wichtigstes Entgiftungsorgan, die Leber. Ganz groß im Kommen sind Heilpilze aus der TCM, wie Agaricus,  Reishi oder Flammulina, alle drei sind starke Immunmodulatoren, die Hilfe bringen.

Auch Algen sollten bei keiner Allergietherapie fehlen. Chlorella und Spirulina, die großen Entgifter, versorgen den Körper mit Vitalstoffen und stärken ihn. Den Darm nicht vergessen, denn die Körpermitte sollte im Lot sein. Durch ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen und Probiotika wird das Darmimmunsystem gestärkt, und auch die Leber wird dadurch gleich mit entlastet.

Mein persönlicher Zusatztipp: Besser essen durch frisch zubereitete Speisen, regelmäßig bewegen, ausreichend schlafen – die 3 Grundpfeiler für ein starkes Immunsystem und hohes Wohlbefinden.

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