Himbeeren und Johannisbeeren

Ob leuchtend rot, rosa, tiefblau oder schwarz, süß oder säuerlich im Geschmack, Beeren haben durch ihren hohen Vitamin-, Mineralstoff- und Ballaststoffgehalt eine große, positive Wirkung auf unsere Gesundheit. Aufgrund ihrer Größe sind sie als Naschobst mit geringem Kaloriengehalt sehr beliebt. Zu den heimischen Beeren zählen Erdbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren (Ribisel), Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren.

Beeren weisen einen hohen Gehalt an Mangan, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und vor allem Vitamin C, aber auch Vitamine der B-Gruppe sowie Carotinoide als Vorstufe zu Vitamin A auf. Sie enthalten 80–90% Wasser und sind daher sehr leicht verderblich.

Der hohe Kaliumgehalt ist wichtig für unseren Wasserhaushalt und die Blutdruckregulation. Das Magnesium sorgt für starke Muskeln und gute Nerven. Das Vitamin C bringt vor allem unser Immunsystem auf Touren. Sehr empfehlenswert sind Beeren bei einem erhöhten Eisenbedarf – durch das Vitamin C wird das im bunten Obst enthaltene Eisen besonders gut aufgenommen. Beeren sind reich an Pektinen; das sind wasserlösliche Ballaststoffe, die in Verbindung mit den enthaltenen Fruchtsäuren positiv auf den Darm wirken, den Cholesterinspiegel senken können und verdauungsfördernd sind.

Hoch ist der Anteil an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, den Flavonoiden, die vor allem in der Schale konzentriert vorkommen und den aromatischen Früchten ihre Farbe geben. Besonders die Anthocyane sind bekannt für Ihren nervenschützenden Effekt – sie können die Blut-Hirschranke überwinden und Ihre volle Kraft im Gehirn entfalten.

Laut Studien wirkt sich ein regelmäßiger Verzehr der bunten Früchte positiv auf die Bewegungsfähigkeit und das Denkvermögen aus. Auch Ablagerungen in den Arterien werden durch die Inhaltsstoffe der Beeren verhindert, was eine optimale Durchblutung und Nährstoffversorgung der Nervenzellen gewährleistet.

HIMBEEREN enthalten den sekundären Pflanzeninhaltsstoff Rutin, der die Blutgefäße stärkt.

HEIDELBEEREN sind besonders reich an Mangan, ein Spurenelement, wichtig für Knochen und Bindegewebe. Sie bieten mit ihrem Farbstoff Myrtillin eine wirksame Hilfe gegen Augenerkrankungen.

SCHWARZE JOHANNISBEEREN weisen einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C auf, der rund vier Mal so hoch ist wie in Zitrusfrüchten.

STACHELBEEREN sind reich an Silizium, das für stabile und feste Blutgefäße sorgt.

ERDBEEREN zählen zu den kalorienärmsten Obstarten, bestehen zu 90% aus Wasser und liefern mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Außerdem enthalten sie B-Vitamine für die Nerven und Vitamin A für die Haut.

BROMBEEREN zählen unter den Früchten zu den größten Lieferanten von Carotinoiden, welche wichtig für das Sehvermögen sind. Auch Calcium und Mangan für die Knochen stecken in den schwarzen Früchten.

PREISELBEEREN reifen erst im Herbst und haben durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen einen herb-sauren Geschmack. Der enthaltene Wirkstoff Arbutin wirkt harndesinfizierend.

Mein persönlicher Zusatztipp:

Beeren am besten pflückfrisch und reif genießen, denn die höchste Konzentration an Nährstoffen findet sich in den gereiften frischen Früchten.

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