SEEWALD Frauenmantel – die kleine Alchemistin 

Schon der Name lässt vermuten, dass es sich dabei um ein altes Frauenkraut handelt, das traditionell bei Frauenthemen wie Menstruations- oder Wechseljahrbeschwerden erfolgreich eingesetzt wird. Doch der Frauenmantel kann viel mehr – hier ein kurzer Überblick: 

 Herkunft und Mythen 

Botanisch wird die Pflanze  Alchemilla genannt und gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Da der Frauenmantel von Alchemisten häufig angewendet wurde, entstand auch die botanische Fachbezeichnung Alchemilla, was soviel heißt, wie kleine Alchemistin. 

Im Mittelalter galt der Frauenmantel als Schutzkraut der Frauen – schon die kunstvoll gefächerten Blätter erinnern an einen Mantel, der umhüllt und behütet. Vor allem schwangere Frauen und Frauen mit Kinderwunsch vertrauten auf den Schutz der Pflanze, welche im Christentum auch als Geschenk der Jungfrau Maria angesehen wurde.  

 In der nordischen Mythologie ist die Pflanze der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht. Die in den Frauenmantelblättern gesammelten Tautropfen symbolisieren die Tränen dieser Göttin, wodurch der Frauenmantel angeblich seine Heilkraft erhielt. 

Anwendungen und Heilkraft 

Heilpflanzlich genutzt werden vor allem vier Arten des Frauenmantels:  

 Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) 

  • Gelbgrüner Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora) 
  • Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) 
  • Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis) 

 Man verwendet Blätter, Blüten, Früchte, Fruchtsamen und Wurzeln. Die pflanzeneigenen Inhaltsstoffe – Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Phytosterine, Saponine – erklären die Wirkung des Frauenmantels: 

BITTERSTOFFE fördern die Produktion der Verdauungssäfte, regen somit die Verdauung und den Appetit an und helfen bei Blähungen und Verstopfung. 

GERBSTOFFE haben eine antibiotische, antioxidative, entzündungshemmende, gefäßschützende, schmerzlindernde und wundstillende Wirkung und können bei starker Regelblutung sowie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum gut helfen. 

GLYKOSIDE enthalten Kaempferol, das laut Studien nicht nur antioxidativ wirkt, sondern auch eine östrogenartige Wirkung hat. Das macht den Frauenmantel als natürlichen Hormonregulator vor allem in den Wechseljahren interessant. 

PHYTOSTERINENwird ein cholesterinsenkender Effekt nachgesagt. Somit wirkt sich eine regelmäßige Einnahme von Frauenmantelzubereitungen positiv auf die Herz- und Gefäßgesundheit aus. 

SAPONINE, dazu gehört das im Frauenmantel enthaltene Diosgenin, welches als pflanzlicher Progesteronersatz beurteilt wird. Hier kann der Frauenmantel bei Bindegewebsschwäche gegen Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen positiv unterstützen. 

Mein persönlicher Zusatztipp: 

Die meisten Wirkstoffe befinden sich im blühenden Teil der Pflanze, daher sollte die Pflanze erst geerntet werden, wenn sie in voller Blüte steht, um den maximalen Gehalt an Inhaltsstoffen zu erhalten. 

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